selbst

Unser Verhältnis zu unserem Körper und unserem ganzen Sein ist ziemlich ungesund geworden. Darüber folgt später noch ein Text in dieser Rubrik. Unten findet ihr schonmal eine Selbstweihung, was für manche schon eine Offenbarung sein kann: Früher lernten die meißten, dass nur andere, die "göttlicher" waren als sie selbst jmd. oder etwas weihen könnten. Desweiteren lernten Viele, Körperlichkeit als etwas negatives zu betracheten (insbesondere die Vulva, "die Pforte des Lebens" und den Penis, "den goldenen Speer"). Ihr wisst es inzwischen hoffentlich besser. Genießt dieses kleine Ritual ! Es dient u. a. der Herstellung eines besseren Körprbewusstseins... euer Körper ist der Tempel eurer Seele.

Selbstweihung für sie und ihn

Dieses Ritual basiert auf einer Selbstweihung der dianischen Tradition.

Du brauchst: Einen Kelch oder ein Glas, etwas Salz, (Mineral-)wasser, Rotwein, etwas "Altarähnliches", dein Lieblingsweihrauch

Nimm am besten vorher ein Bad oder eine Dusche. Lass dabei deine Phantasie spielen, damit deine Sinne angeregt werden. Vielleicht benutzt du auch noch schöne Düfte, wie Zitrone, Lavendel oder schlicht was du magst. Mach dir auch klar was du tun wirst: du wirst dich selbst weihen. Du brauchst keinen Guru oder Priester sondern kannst es aus eigener Kraft.
Geh danach zu deinem Altar bzw. zum altarähnlichen Gebilde. Zünde ein paar Kerzen an, wenn du willst. Vielleicht in Rot oder Weiß ??? Du solltest, das Ritual übrigens nackt abhalten, wenn das keine Probleme macht und du dich nicht unwohl fühlst. Streue etwas Salz vor den Altar. Dort stehst du dann. Also symbolisch auf deiner Weisheit. Entzünde den Weihrauch und atme ihn tief ein. Wusstest du, dass ein Großteil unseres Gehirns aktiviert wird, wenn wir riechen ??? Gieße dann den Wein zur einen Hälfte und das Wasser zur anderen Hälfte in das Glas oder deinen Kelch. Meditiere kurz über diese Mischung: Das Wasser steht für die nährende Kraft der Göttin. Der Wein steht für Lust und Extase. Beides vermischt steht für Mäßigkeit. Ein wichtiger Punkt der alten Weisheit.
Tauche dann den ersten und zweiten Finger deiner auführenden Hand (Rechtshänder Rechts, Linkshänder Links) in das Gemisch und berühre dabei deine Stirn. Denke dabei an die göttliche Kraft und sage z.B.: "Segne(t) mich Mutter (und Vater), denn ich bin dein Kind." Das ist eine Anerkennung, des Göttlichen von dem du stammst und gleichsam wie eine Anrufung. (ich schreib die Segen jetzt in Singular. Ihr könnt sie euren Vorstellungen entsprechend verändern)
Tauche dann die Finger wieder ein und berühre deine Augen: "Segne meine Augen, damit sie deine Wahrheit sehen." Dieser Segen ist sehr nützlich, denn er befähigt dich dazu, Situationen oder Fakten zu überblicken und aus ihnen zu lernen. Gleichzeitig hilft er dir auch, dein eigenes Leben oder deine Lebensweise genau zu erkennen.
Tauche die Finger abermals ein und berühre deine Nase, sage: "Segne meine Nase, auf dass sie deinen Duft riechen kann." Bedeuted, sein eigenes Potenzial voll zu nutzen und einen engeren Kontakt zur Natur zu bekommen. Das frische Gras oder das Meer zu riechen.
Jetzt segne mit der Flüssigkeit deine Lippen und sprich: "Segne meine Lippen, auf das sie von dir srechen." Hier geht es darum zu begreifen wie machtvoll Worte sind. Ihr Klang schwingt in alle Ewigkeit, denn klang hört niemals auf zu schwingen. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten was wir sagen, denn durch einen bewussten umgang mit den Worten kann man das Unbewusste beeinflussen z.B. in dem man sich angewöhnt "Göttin, sei dank" statt "Gott sei dank" zu sagen. Denn Veränderungen müssen artikuliert werden, um Veränderungen zu bewirken.
Nach dem du dir das bewusst gemacht hast geht man mit der Segnung zur Brust über. Da die Bedeutung, bei Frauen und Männern anders ist, zuerst die Frauen und dann die Männer (Ladies first !).
Frauen segnen ihre Brust, wieder mit dem Wein-Wasser und dem Spruch: "Segne meine Brust, die in Stärke und Schöhnheit geformt ist." Mach dir klar, dass deine Brüste eine nährende Quelle sind. Erkenne, wie du genährt wirst und selbst nährst. Außerdem achte auf den zusammenhang der Worte "Stärke und Schöhnheit". Diese Begriffe sind nicht wiedersprüchlich oder getrennt von einander. Sie hängen miteinander zusammen. Stark zu sein bedeuted schön zu sein. Geb dir die Erlaubnis beides zu sein und nicht schön und schwach, wie es dir die Patriarchen aufzwingen wollen.
Männer benutzen die selbe Segnung: "Segne meine Brust, die in Stärke und Schönheit geformt ist." Bei Männern ist es genau umgekehrt: sie sollen stark sein, aber ihre Schönheit vernachlässigen. Die Segnung hilft nicht immer nur zu tun was andere einem vorschreiben und einen schadet (am krassesten in der Armee), sondern dir deines Wertes bewusst zu sein. Gleichsam steht die männliche Brust für Unterstützung. Mach dir klar, wie du andere Unterstützt, ihnen den Rücken stärkst und ihnen Schutz und Geborgenheit vermittelst. Mach dir auch klar wie schön es ist, wenn man auch dir den Rücken stärkt oder du dich an jemanden "lehnen" kannst, weil du weißt, dass er dich beschützt.
Der nächste Segnungspunkt sind die Genitalien. Auch hier erst die Frauen und dann die Männer.
Tauche die Finger wieder in den Kelch, berühre deine Genitalien und sprich: "Segne meine Genitalien, die Leben hervorbringen, sowie du das Universum hervorgebracht hast." Das heißt nicht, dass du Kinder bekommen musst, sondern, dass du in dir die Quelle anerkennst, die Göttlichkeit deinen Wesens. Außerdem liegt in dem Gebähren auch das schöpferische Potenzial Dinge zu schaffen, wie Bilder, Gedichte, Geschichten usw. Du erkennst deine Kreativität an.
Männer sprechen: "Segne meine Genitalien, die das Leben zeugen." Das heißt ebenfalls nicht, dass du Kinder in die Welt setzen musst. Du erkennst auch in dir das Potenzial zu schöpfen an. Deine Kreativität, die sich in Liedern, Gedichten, Ritualen usw. ausdrückt.
Zuletz werden die Füße gesegnet. Das machen Frauen und Männer gleich. Also sprich: "Gesegnet seien meine Füße, so das ich auf deinen Wegen wandele." Das heißt nicht unbedingt, dass du ewig und drei Tage Hexe bleiben musst oder dich ein Blitz trifft, wenn du in die Kirche gehen willst ;-) Es heißt lediglich, dass du deinem Weg folgst, da das Göttliche in Allem ist; auch in dir. Es heißt, dass du dich nicht mehr in irgentwelche Formen quätschen lässt, die andere dir aufzwingen, sondern der bzw. die bist, die/der du nunmal einfach bist.
Vergiss nicht, dass du nicht schreien oder dich in eine Raserei steigern musst. Du sprichst mit niemanden da draußen. Sondern mit dem Göttlichen, was genauso in dir zu finden ist. Es reicht also leise zu sprechen. Erlaube dir jedes Mal, wenn du bei diesem Ritual deinen Körper berührst die Energie einfach fließen zu lassen und dich auch innerlich zu berühren und zu lehren.



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