verantwortung

 

Verantwortung bedeutet unserer eigenen Wahrheit gegenüber verantwortlich zu sein.”

Starhawk


Wir leben in einer Gesellschaft in der es in Mode gekommen zu sein scheint Verantwortung weit von uns zu strecken. Wir wollen “frei” und “unbekümmert” sein und nehmen dafür in kauf blind durchs Leben zu gehen. Wie kann eine wache Seele unbekümmert sein, wenn auf der Welt Kriege wüten? Wie können wir frei sein, wenn in Brasilien immernoch Sklaven auf Plantagen arbeiten – für uns! Denn das Soja von dort landet in unserer Massentierhaltung, damit wir unser Schweine- und Hühnchenfleisch haben. Wie können wir ihr Leid tragen, wie das Leid der Tiere? Wie können wir “unbekümmert” sein, wenn die Urwälder vernichtet werden für unser Essen und unseren Papierkonsum? Wie “frei”, wenn Menschen verkauft, missbraucht und ermordet werden? Wie sollen wir in der Todeskultur, die wir kollektiv geschaffen haben wahres Glück erfahren? Für wache Seelen ist dies nicht nur schwer, sondern unmöglich.

Wir haben im Wesentlichen zwei verschiedene Möglichkeiten mit diesem Umstand umzugehen. Wir können die Schuld auf andere schieben, versuchen unsere Verantwortung auf sie abzuschieben. Doch geht das eigentlich? Jede und Jeder von uns ist ein bemächtigtes Wesen. Wir können Entscheidungen treffen, ja wir können nicht nur die Welt gestalten, sondern verändern sie tatsächlich mit jeder noch so kleinen Handlung – oder auch indem wir Handlungen unterlassen. Wir können nicht “dem System”, “der Wirtschaft”, “den USA” oder “der Globalisierung” die Schuld zuschieben, wenn mit unserer Welt und unserer Kultur etwas nicht in Ordnung ist. Denn eine Gesellschaft besteht immer aus vielen Menschen. Der Käfig in dem ihr lebt, “das System” erschafft Jeder und Jede von euch mit – mit jedem Atemzug. Wir haben diese Todeskultur mit ihren Kriegen, ihrer Brutalität, Naturverseuchung und -zerstörung mitgeschaffen und haben jeden Tag mitzuverantworten, die sie weiter besteht. Wir müssen durch unsere Ängste hindurch gehen und die Verantwortung dafür annehmen. Nur wenn wir unsere Verantwortlichkeit erkennen, dann können wir unsere Macht wieder einfordern. Wir können beginnen Kulturen, Wirtschaftssysteme und Gesellschaften des Lebens zu schaffen!

Weiß du wie? Benutze deine Macht bewusst! Wenn du Lebensmittel kaufst, Milch zum Beispiel - willst du für das Leid der Massentierhaltung verantwortlich sein? Oder möchtest du Milch von Kühen, die gesundes Essen bekommen, auf Wiesen unter der Sonne leben können? Möchtest du überhaupt dafür mitverantwortlich sein, dass Tiere in Gefangenschaft gehalten werden?

Wenn du Druckerpapier kaufst – möchtest du dann mitverantwortlich sein, dass für das Frischfaserpapier die finnischen Urwälder und damit der Lebensraum der Sami, des letzten europäischen Naturvolks, zerstört wird? Oder nimmst du Papier, dass entweder recycelt oder aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC) ist?

Oder wie stehts mit Reis? Möchtest du den Pestzidbelasteten, der nicht nur deine Gesundheit, sondern auch die der Erde, der BäuerInnen, wilden Tiere und Pflanzen bedroht? Oder nimmst du biologisch angebauten, vielleicht sogar aus dem Eine-Welt-Laden und machst neben der Ede auch unsere Wirtschaft etwas heiler?

Hebst du den Müll auf deinen Spaziergängen auf? Sicher, du hast ihn nicht dahin geworfen, doch wenn du ihn einfach liegen lässt, dann drückst du gegenüber den Menschen und anderen Mitgeschöpfen in deiner Umgebung aus, dass es dir egal ist, wenn unsere Welt vermüllt, sogar irgendwie akzeptabel. Ist das für dich so?

Es gibt noch tausende Beispiele wie du deine Macht als denkender Mensch einsetzen kannst um Verantwortung für die Welt in der du und wir alle Leben zu übernehmen. Nicht nur als KonsumentIn, sondern auch als politische Aktivistin oder ehrenamtlicher Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen, als Gärtnerin oder Lehrer, Naturschützerin oder Fotograph kannst du zeigen, dass du um deine Macht ud deinen Einfluss auf die Welt weißt. Handele bitte danach! Denn unsere Mutter Erde und so viele menschliche und nicht-menschliche Wesen brauchen jede Hilfe, die sie bekommen können. Wenn wir wahrhaft frei und unbekümmert sein wollen, dann geht das nur in einer Welt, in der dieser Luxus allen offensteht. Wir haben alle zusammen Todeskulturen erschaffen – lasst uns nun eine Welt voller Kulturen und Gesellschaften des Lebens schaffen! So sei es!



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